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Film

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Medicine For Melancholy

Viennale, die dritte und letzte für mich. Wieso, verdammt, musste ich meinen Kurzurlaub mitten in die Viennale legen, kann mir das mal bitte jemand verraten, ach ja, Herbstferien, stimmt, na ja Prag soll ja auch schön sein.
Zurück zum Film, von den dreien, die ich gesehen habe, das absolute Highlight und das obwohl ich ihn nur wegen dem Titel ausgewählt habe, aber der hat sein Versprechen wirklich gehalten. Auch wenn man „Medizin für“ irgendwas, Grippe, z.B. ja eigentlich oft im Sinne von „Medizin gegen“ verwendet und auch hier ist nicht klar, was gemeint ist. Denn erstmal ist er wirklich für Melancholie. Ich glaube, man kann noch so gut gelaunt in den Film reingehen, ich war schon von dem Vorspann so mitgenommen und mit den Gedanken voll und ganz dabei und bin auch nach den 90 min ganz nachdenklich herausgekommen. Aber andererseits ist er ja auch gegen Melancholie, denn man lernt Leute kennen, die weiter gehen und nicht gelähmt stehen bleiben. Die drei Hauptpersonen, Micah, Jo und San Francisco sind einem alle so verdammt sympathisch und sie sind alle auf einem Weg, von Micah und Jo sehen wir die 24 h, die sie zusammen verbringen und die sie unbestreitbar prägen werden und von der Stadt, ja, von der sehen wir einen Ausschnitt, so wie sie zur Zeit ist, zusammen mit ein paar Diskussionen über Gentrification. Aber am Ende, ist es doch eine Liebesgeschichte, oder doch eine Geschichte über Afroamerikaner oder doch eine Geschichte über Identität oder doch eine Geschichte über Stadtentwicklung? Alles, aber nicht überladen, sondern wunderbar langsam erzählt. Ich brauch den Film und den Soundtrack. Aber ganz langsam, erstmal bin ich froh, dass ich ihn gesehen hab und das obwohl ich fast vorher schon zu Hause eingeschlafen bin und nun, nun kann ich nicht schlafen sondern geb mich lieber noch ein bissel der Restmelancholie hin.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Künstler im asiatischen Film, die zweite

In "Bam Gua Nat" ist der Künstler erfolgreich, dafür bekommt man aber nie ein Werk von ihm zu sehen und seine Kunst ist ihm eigentlich auch nicht so wichtig wie die Frauen, von denen er sich praktisch eine aussuchen kann, jetzt mal ganz davon abgesehen von der, die er eh schon geheiratet hat. Ach ja, und die Bibel in Plastiktüte, die einem die ganzen 145 min begleitet, aber ich muss ja nicht alles verstehen. Und von diesen Frauen, auf jeden Fall, sucht er sich natürlich die blödeste, selbstsüchtigste, schönste aus, eh klar, so sind sie halt, die Männer, weiß man ja. Soweit zur Story, das eigentlich interessante spielt sich abseits der Story ab, wie er damit umgeht im Exil zu leben und doch nur ein Minimum an französischer Kultur an sich heran lässt, da er sich hauptsächlich mit Koreanern umgibt, hauptsächlich Südkoreanern natürlich, das ist auch so eine nette Nebengeschichte. Aber so richtig warm bin ich nicht mit dem Film geworden, und als sie dann Musee d'Orsay stehen und über Plagiate reden, da fällt mir nur auf dass der Film auch wenig Neues zu erzählen hat, was nicht schon erzählt worden ist. Vielleicht in einer neuen Sprache, vielleicht mit leicht abgewandelten Bildern, na und?

Sonntag, 19. Oktober 2008

Viennale, die erste

Takeshi Kitano enttäuscht mich ja selten. Da ist sie wieder, die intensive Musik, die sympathischen, etwas tapsigen Hauptfiguren, die genauso konsequent wie aussichtslos ihr Ziel verfolgen und eine mit Humor verpackte tragische Geschichte. Nur, was „Achilles to kame“ nun mit Achilles und der Schildkröte zu tun haben soll, das ist leider an mir vorüber gegangen. Vielleicht weil er am Anfang ja so gut war und dann sein Ziel doch nicht erreicht hat. Nur, dass er am Anfang dem Ziel am nächsten war und sich mit seiner Verbissenheit dann eher davon entfernt hat statt ihm näher zu kommen. Aber trotzdem ein guter Film, der einen dazu anregt mal darüber nachzudenken, was eigentlich die eigenen Ziele sind und ob dies wirklich unsere Ziele sind oder die, die andere an uns stellen.

Montag, 6. Oktober 2008

2001 meets Idiocracy

Und damit ist eigentlich auch schon alles gesagt über Wall-E, ist nicht böse gemeint, ich hab mich gut amüsiert, gar nicht gelangweilt und sogar mal gelacht, glaub ich. Aber Kubrick würde sich im Grab umdrehen dass HAL Auto heißt (ja, wie originell ist das denn!) und wie die Musik verwurschtet wurde. Aber es liegen auch 40 Jahre, zwischen den beiden Filmen und wie wir wissen entwickelt sich die Menschheit ja rückwärts. Aber jetzt kommts: die Menschen stehen wieder auf und erheben sich gegen die Maschinen, gabs auch schonmal, würd ich sagen. Na ja, und wenn man bei Idiocracy auf Ideenfang geht, dann bleibt nur noch eines zu sagen "Ähhh".

Samstag, 19. April 2008

Be kind, rewind

Diese Werbung auf FM4 für die Kinopremiere dieses Films geht mir echt auf die Nerven. Zuerst hab ich mich ja nur gewundert, dass der auf einem nicht ganz anspruchslosen Sender gehypt wird, aber mittlerweile find ichs traurig. Hab den vor einigen Wochen schon in Deutschland bei ner Sneak Preview gesehen und danach hab ich den verschwendeten 4 euro und 90 minuten echt hinterhergetrauert. Glaube nicht, dass ich ein einziges Mal gelacht habe und die Gags sind auch superniveaulos, z.B. wird jemand magnetisiert (kein Kommentar) und dann trinkt er Salzwasser um das wieder rauszuspülen, wonach er leuchtgelb pisst und die Flüssigkeit umliegende metallischen Gegenstände anzieht. Klasse Idee. Orginell. Echt. Ein Brüller.

Donnerstag, 20. März 2008

Knallbunter traumhafter Psycho-Cyborg-Liebesfilm

Gestern im Kino gesehen und begeistert:

Sonntag, 17. Februar 2008

Gerade gesehen und noch immer verstört

Ein kurzer Film über das Töten. Gut, bei Kieślowski erwartet man alles andere als leichte Unterhaltung, aber diese Darstellung über das Töten, die eine einfache Darstellung bleibt und nichts aber auch gar nichts beantwortet, ist zu viel für einen Sonntag abend. Überrascht hat mich, dass er zu den 35 Filmen, die Sie kennen müssen gehört, na ja ich kenne nun sechs davon *hüstel*, der Winter ist ja noch lange nicht vorbei.

Samstag, 16. Februar 2008

Bitter Moon

Gestern wieder gesehen und für sehenswert befunden: Bitter Moon. Eine Liebe vom superromantischen Anfang bis zum bitteren Ende.
Und als Zugabe Hugh Grant, den ich ja eigentlich nicht ausstehen kann, hier in der für ihn perfekten Rolle des zugeknöpften Engländers.


Kann sich der Herzmensch gegen den Kopfmensch behaupten?

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