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Innereien

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Wider dem persönlichen Drama

Wenn man mal wirklich bemerkt, was einem so zur Zeit im Kopf rumschwirrt und dann mal vergleicht, was es so eine Woche später ist, dann merkt man, wie wenig Überschneidungen es gibt. Meistens denkt man so verdammt unwichtige Sachen. Und in einer Woche passiert ja auch so viel. Wenn man nur mal z. B. die letzte Woche nimmt: Ausflug in die Berge, gewandert, Vortrag gegeben, Kollegen auf dem Schlips getreten, neue Leute kennen gelernt, Muskelkater angewandert, Geburtstag gehabt, interessante Gespräche geführt, Gespräche gehört, die nicht für einen bestimmt waren, ... da kommt schon etwas zusammen. Und das ist jede Woche so, also natürlich nicht das mit dem Geburtstag, aber dann ist eben gerade etwas anderes, wenn es zeitnah ist, dann kommt es einem noch wichtig vor, auch was man diese Woche vorhat, beschäftigt einen natürlich. In jeder Woche passiert so verdammt viel, jeden Tag etwas neues, jeden Tag muss man seine Termine organisieren (okay, dieser Aufwand hält sich bei mir jetzt in Grenzen).
Und wenn man dann mal überlegt, was ist letztes Jahr passiert, dann fällt einem nichts ein, dann ist plötzlich alles gleich unwichtig. Das Gefühl kennt jeder. Aber eigentlich passiert doch so viel. Hier. Jetzt. Heute. Und gestern erst. Und morgen. Neinnein, zurück ins jetzt und heute. Nicht immer ablenken vom gestern oder gar vom morgen. Achja, wie komm ich dazu das gerade jetzt zu formulieren, das könnte mit dem Kurs vom Unisport in bewegungslosen Sitzen zu tun haben (auch genannt Zen-Meditation), da bleibt man plötzlich allein mit seinen Gedanken, und nach drei Sitzungen (im wahrsten Sinne des Wortes) fällt einem auf, dass die Gedanken, die man eigentlich nur vorbeiziehen lassen soll, jedes Mal ganz andere sind. Da kommen Dinge ins Bewusstsein, die nur an diesen Tagen wichtig waren und am Ende natürlich überhaupt kein Problem darstellten. Wieso verschwenden wir nur so viel Energie mit diesen endlosen endlosen Gedankenwindungen. Und dann schreiben wir sie auch noch auf.

Sonntag, 21. September 2008

Alptraum

Es gab und gibt leider ein paar Menschen, mit denen ich wirklich nicht auskommen kann. Es liegt nahe, das Wort Hass zu verwenden, aber es ist etwas zu stark und meist hatten die Personen auch Eigenschaften, die mich faszinierten. Um mich nicht in irgendetwas hereinzusteigern, habe ich dann oft versucht, mit Menschen, die uns beide kennen über die Vorfälle zu reden, denn zu dem Zeitpunkt, war das miteinander reden schon unmöglich. Oft wurden mir meine Fehler bewußt, aber ich wurde auch bestärkt, dass die Probleme, die ich mit der Person hatte, nicht direkt mit mir zusammenhängen, sondern dass ich für sie einfach in ihr paranoides Hass-Schema, falle, weil ich leider zur falschen Zeit der falsche Mensch war.

Und dann wachst du eines morgens auf und eure Rollen sind verkehrt. Du bist paranoid und die andere Person hat sich mit den gemeinsamen Bekannten verschworen.

Ich will aufwachen. JETZT.
Bei geträumten Alpträumen hilft das.

Dienstag, 13. Mai 2008

Türen

Stell dir vor, du hast einen Traum, einen Alptraum, aber keinen allzuargen. Das übliche Verfolgungszeugs. Du läufst umher und sie finden dich immer wieder. Es ist ähnlich wie in der Matrix, irgendjemand hat die Kontrolle und kann deine Umgebung manipulieren. Aber es gibt auch Gute, sie öffnen dir Türen und weisen dir den Weg, immer wieder erlangst du einen Vorteil indem du durch diese offenen Türen entkommen kannst. Aber der Vorteil ist nur auf Zeit, denn natürlich spüren sie dich immer wieder auf.

Und nun stell dir vor, du wachst auf, nicht allzu gestresst, denn du wußtest du hattest ihnen gegenüber einen Vorteil. Du freust dich über den schönen Tag und beschließt die Open-Air-Badesaison zu beginnen. Jetzt.
Auf zur U-Bahn, die Bahn fährt ein und genau die Tür, die vor dir zum Stehen kommt, öffnet sich. Ganz von allein. Und niemand steht dahinter. Es sind genau diese Türen der alten U-Bahnen, die sonst nur mit einem kräftigen Ruck aufzubekommen sind. Witzig, denkst du dir. Die paar Stationen sind schnell gefahren und die kaputte Tür geht an jeder Station von allein auf. Am Pool deiner Wahl angekommen, musst du feststellen, dass die Betreiber sich wohl nicht an die Öffnungszeiten im Internet halten. Schade, na ja, dann kann jetzt wenigstens gefrühstückt werden. Zurück zur U-Bahn. Sie fährt ein und die Tür öffnet sich von selbst. Witzig dieselbe U-Bahn mit der kaputten Tür, denkst du dir. Nur dass ein Blick auf die Uhr sagt, dass das nicht dieselbe Bahn sein kann, die in 20 Minuten bis zur Endhaltestelle und zurück gefahren ist. Und dann fällt dir auf, dass dir vorher noch nie eine U-Bahn mit einer kaputten Tür untergekommen ist.

Manchmal macht mir das Leben angst.

Montag, 28. April 2008

Soeben gelernt

Wenn man eine provisorische Füllung im Zahn hat, sollte man keine klebrigen Bonbons essen. Okay, eigentlich weiß man das ja, man muss nur im richtigen Moment daran denken und stark sein, wenn einen die Bonbons an der Kasse anlachen. Ich wars nicht. Zwei Sonnenbrillen zum Preis von einer hatte ich gekauft und wenig später beim Arzt noch nen halben Zahn draufgelegt.

Mittwoch, 5. März 2008

Innere Bewegungen

Ein neues Semester beginnt und ich hab mich mal wieder an einen Unisportkurs gewagt, diesmal Innere Bewegungen (auf neudeutsch), irgendwo zwischen Gymnastik, bewusstem Bewegen und Ausdruckstanz. Man fängt also an so vor sich hin zu tanzen zu dschungelinspirierter Musik und die Kursleiterin (natürlich -in!) redet, dass man sich ganz auf die Bewegung einlassen soll usw. Und irgendwann dann "Ihr erfindet euch vollkommen neu"

Ich will mich aber nicht NEU erfinden. Schon jetzt (noch alt) hab ich das Gefühl jeden Abend jemand Neues zu sein. Die Erfahrungen des Tages prägen mich. Beobachtungen und Gespräche kann ich nicht mehr löschen, sie gehen in meine zukünftigen Entscheidungen ein. Sachen, die ich gestern gedacht und geschrieben habe kommen mir heute vollkommen fremd vor. Wo bin ich bloß in all der Veränderung über die Zeit? Mit anderen Erlebnissen wäre ich heute anders oder gar gleich jemand anders?


Kann sich der Herzmensch gegen den Kopfmensch behaupten?

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